Saisonarbeiter wird Narrenvorbild
Kurz & Knapp
Aufgaben:
- Schutz der Trauben
am Galgenberg
- Abwehr der Vögel und
Traubendiebe mit
Krachinstrumenten
Schon sehr früh war der Rebbau am Südhang des Bohlinger Galgenberges recht bedeutsam. Im
“Bohlinger Buch” über die Heimatgeschichte des Dorfes Bohlingen von Geistlichem Rat Heinrich
Weissmann kann man nachlesen, dass um 877 der Bischof
Gerhard von Trier, auf dem Weg
einer mühvollen Romreise in Bohlingen
halt machte, um neben
umfangreichem
Reiseproviant auch sechs
Seidel Wein (ein Seidel ca. 40
Liter) mitzunehmen. Die
Trauben bedurften ab der Zeit
der beginnenden Reife bis zur
Traubenlese einer besonderen
Aufsicht durch den
„Trubeherte” sprich dem
Traubenhüter, der die
gefräßigen Vögel und
Traubendiebe mit
Krachinstrumenten zu
vertreiben hatte. Da einzelne
Reblandbesitzer sich diesen
nicht leisten konnten, wurde
schon sehr früh einem von der
Gemeindeverwaltung eingesetzter Saisonarbeiter die
Traubenhut übertragen. Da der letzte seiner Art
ein besonders schalkhafter Geselle war, wurde dieser zur Zunftfigur
erkoren. Dies war Anton Hiest, der auch im Jahre 1962 Modell stand, als
von dem Elzacher Maskenschnitzer Josef Tränkle die ersten Zunftmasken
gemacht wurden. Nach einem Entwurf des damaligen Präsidenten Fritz
Widenhorn wurde das Häs für den Trubehüeter gefertigt. Dies besteht aus
einer grünen Minderleinen-Fuhrmannskutte mit einem grünen Samtbesatz
auf der Vorderseite auf dem handgestickte Trauben dargestellt sind. Dazu
gehören rote Kniestrümpfe, eine schwarze Kniebundhose, sowie ein rot-
weiß getupftes Halstuch. Als Utensil führt der Trubehüeter bei
Fasnachtsumzügen eine Karbatsche oder eine Rätsche mit sich.
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