Der Ortsbegründer von Bohlingen
Wie allgemein bekannt, waren auch auf der Bohlinger Gemarkung im 7. bis 4. Jahrhundert vor
Christus die Kelten ansässig, denen später die Römer folgten.
Um 14 n.Chr. kamen die siegestrunkenen Legionen der Römer an den Bodensee, wobei sie
das fruchtbare Tal zwischen Galgenberg und Schienerberg nicht übersehen haben. Flurnamen
erinnern noch heute an die einstige
Römerherrschaft.
So führte südlich von Bohlingen die alte
Römerstrasse vorbei, die der Volksmund
heute noch „Heereweg“ nennt.
Um ca. 300 n.Chr. stieß vom Norden her ein
germanischer Volksstamm vor, die
Alemannen. Im Hegau, Linzgau und anderen
Landstrichen setzte ein langwieriger Kampf
zwischen den bisherigen Herren des Landes
und den Ankömmlingen ein, wobei die Römer
unterlagen.
Eine vorkommende Gesellschaftsform der
neuen Ansiedler war jene der Sippen und
Verwandtschaften. So ließ sich ein
Stammesgenosse mit seiner Sippe an einem
Ort nieder, der dann durch Anhängen der
Silbe „ingen“ den Rufnamen des Ortes ergab. So kann davon
ausgegangen werden, dass der Sippenführer Pollo oder Bollo 
hieß.
Dieser gilt als Ortbegründer von Bohlingen.
Erster Pollodarsteller war Schulleiter Ernst Halmer, ihm folgten Ulrich
Riedlinger und Josef Bölle.
Für das große Narrentreffen, welches am 15. und 16.02.1992
stattfand, entwarf Hermann Streit aus Rielasingen ein neues
Pollohäs, das aus einer sackleinenen Hose und einem gleichen
ebenfalls hüftlangen Oberteil besteht. Beide Teile sind mit
Ziegenbockfell bestückt und oberhalb der Hüfte ziert ein breites
Lederband das gesamte Gewand. Als Kopfschmuck trägt er einen
lederbezogenen, mit Kupferblech verzierten Helm, an dem zwei
Rinderhörner angebracht sind und an den Füssen schwarze
Lederschuhe, ebenfalls mit Ziegenbockfell bestückt.
Bis zu Beginn der 90er Jahre hatte der Pollo seinen großen Auftritt in
Verbindung mit der Fasneteröffnung am 11.11. und seither immer am
Narrenspiegel, nach Einmarsch und Begrüßung.  
-773 erste Erwähnung
-im Besitz des Klosters St.
Gallen
-später im Besitz des Bischof
von Konstanz
-Verwaltung durch
Ministeralien
-eigene Herrschaft Bohlingen
ab 1416
-österreichisches Lehen, im
Besitz der Herren von
Homburg
-1455 Erwähnung einer
Turmburg
-1456 Herrschaft des Klosters
von Salem
-1469 Herrschaft der Grafen
von Sulz
-1497 Übergabe an den
Konstanzer Bischof
-ab 15. Jhdt. 
Hochgerichtsbarkeit bei der
Landgrafschaft Nellenburg
-ab1686 Sitz eines Amtes
-1803 Übergabe an Baden/Sitz
eines Bezirksamtes
-1810 Auflösung des
Bezirksamtes
-ab 1810 Besitz des
Bezirksamt Radolfzell
-1872 Auflösung des
Bezirksamts/Übergabe an
Bezirksamt Konstanz
-1. Januar 1975
Eingemeindung in die Stadt
Singen
Bohlinger Geschichte im
Überblick: